Gulasch-Rezept: Mit dieser Geheimzutat erhält Omas Klassiker das gewisse Etwas

Gulasch-Rezept: Mit dieser Geheimzutat erhält Omas Klassiker das gewisse Etwas

Der Gulasch gehört zu den beliebtesten Klassikern der mitteleuropäischen Küche. Dieses herzhafte Schmorgericht, das ursprünglich aus Ungarn stammt, hat seinen Weg in unzählige Familienküchen gefunden und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Was Omas Gulasch jedoch so besonders macht, ist nicht nur die liebevolle Zubereitung, sondern vor allem eine geheime Zutat, die dem Gericht eine unvergleichliche Tiefe und Komplexität verleiht. In dieser Rezeptur verraten wir Ihnen, wie Sie mit Zartbitterschokolade – ja, Sie haben richtig gelesen – einen traditionellen Gulasch in ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis verwandeln. Die Schokolade sorgt für eine samtige Textur der Sauce und rundet die würzigen Aromen perfekt ab, ohne dabei süß zu schmecken. Lassen Sie sich überraschen, wie diese ungewöhnliche Komponente Ihren Gulasch auf ein neues Niveau hebt.

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moyen

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Vorbereitung des Fleisches und der Gemüse

Schneiden Sie das Rindergulasch in gleichmäßige Würfel von etwa 3 bis 4 Zentimetern Kantenlänge. Diese Größe ist wichtig, damit das Fleisch gleichmäßig gart und schön zart wird. Tupfen Sie die Fleischstücke mit Küchenpapier trocken, denn nur trockenes Fleisch kann richtig anbraten und entwickelt die gewünschten Röstaromen – das sind die würzigen Geschmacksnoten, die beim Bräunen entstehen. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie diese in feine Würfel. Schälen Sie auch den Knoblauch und hacken Sie ihn fein. Je feiner Sie den Knoblauch schneiden, desto besser kann er sein Aroma an die Sauce abgeben.

2. Anbraten des Fleisches

Erhitzen Sie das Pflanzenöl in einem großen Schmortopf bei hoher Hitze. Wenn das Öl richtig heiß ist – Sie erkennen dies daran, dass es leicht zu schimmern beginnt – geben Sie die Fleischwürfel portionsweise hinein. Wichtig ist, dass Sie den Topf nicht überfüllen, sonst kocht das Fleisch statt zu braten. Lassen Sie jede Portion etwa 3 bis 4 Minuten von allen Seiten scharf anbraten, bis sich eine schöne braune Kruste bildet. Diese Kruste ist entscheidend für den späteren Geschmack. Nehmen Sie das gebratene Fleisch heraus und stellen Sie es beiseite. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis alles Fleisch angebraten ist.

3. Anschwitzen der Zwiebeln und Würzen

Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe und geben Sie die gewürfelten Zwiebeln in denselben Topf. Braten Sie diese unter ständigem Rühren etwa 5 bis 6 Minuten an, bis sie glasig werden und leicht bräunen. Die Zwiebeln nehmen dabei die Röstaromen vom Fleisch auf. Fügen Sie nun den gehackten Knoblauch hinzu und braten Sie ihn etwa 1 Minute mit, bis er duftet. Geben Sie das Tomatenmark dazu und rösten Sie es kurz mit an. Dieser Schritt ist wichtig, denn durch das Rösten verliert das Tomatenmark seine rohe Note und entwickelt einen vollmundigeren Geschmack. Streuen Sie jetzt das edelsüße Paprikapulver, das scharfe Paprikapulver, den gemahlenen Kümmel und den Majoran über die Zwiebeln und rühren Sie alles gut durch.

4. Ablöschen und Schmoren

Gießen Sie den Rotwein in den Topf und kratzen Sie mit einem Holzlöffel alle angesetzten Brataromen vom Boden ab. Dieser Vorgang nennt sich Deglacieren und sorgt dafür, dass kein Geschmack verloren geht. Lassen Sie den Wein etwa 2 Minuten köcheln, damit der Alkohol verdampfen kann. Geben Sie nun das angebratene Fleisch zurück in den Topf und gießen Sie die Rinderbrühe dazu. Fügen Sie die Lorbeerblätter hinzu und würzen Sie mit Salz und Pfeffer. Bringen Sie alles zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze auf die niedrigste Stufe und legen Sie den Deckel auf den Topf. Lassen Sie den Gulasch nun etwa 2 bis 2,5 Stunden sanft schmoren. Rühren Sie gelegentlich um und prüfen Sie, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Falls die Sauce zu stark eindickt, gießen Sie etwas Wasser oder Brühe nach.

5. Die geheime Zutat hinzufügen

Nach der Schmorzeit sollte das Fleisch butterzart sein und fast auf der Zunge zergehen. Jetzt kommt der entscheidende Moment: Brechen Sie die Zartbitterschokolade in kleine Stücke und rühren Sie diese unter den Gulasch. Die Schokolade schmilzt innerhalb weniger Minuten und verbindet sich mit der Sauce. Sie werden feststellen, dass die Sauce dadurch eine wunderbar samtige Konsistenz erhält und die Aromen intensiviert werden. Die Schokolade bringt eine leichte Bitterkeit mit, die perfekt mit der Süße der Zwiebeln und der Würze des Paprikas harmoniert. Lassen Sie den Gulasch noch etwa 5 Minuten köcheln, damit sich alle Geschmäcker optimal verbinden können.

6. Abschmecken und Servieren

Schmecken Sie den Gulasch abschließend mit Salz und Pfeffer ab. Entfernen Sie die Lorbeerblätter, bevor Sie servieren. Der Gulasch sollte eine sämige, glänzende Sauce haben und das Fleisch sollte so zart sein, dass es sich mit der Gabel zerteilen lässt. Richten Sie den Gulasch auf vorgewärmten Tellern an und genießen Sie ihn mit den passenden Beilagen.

Klaus Weberstein

Tipp vom Chefkoch

Die Qualität der Schokolade macht einen großen Unterschied. Verwenden Sie unbedingt hochwertige Zartbitterschokolade mit mindestens 70 Prozent Kakaoanteil, da billige Schokolade oft zu viel Zucker enthält und das Gericht verfälschen würde. Ein weiterer Tipp: Wenn Sie Zeit haben, bereiten Sie den Gulasch am Vortag zu. Über Nacht im Kühlschrank ziehen gelassen, entwickeln sich die Aromen noch intensiver und das Fleisch wird noch zarter. Beim Aufwärmen am nächsten Tag fügen Sie bei Bedarf etwas Brühe hinzu, falls die Sauce zu dick geworden ist. Für eine noch authentischere ungarische Note können Sie auch eine kleine Menge geräuchertes Paprikapulver verwenden, das dem Gulasch eine leicht rauchige Note verleiht.

Die perfekte Weinbegleitung zum Gulasch

Zu diesem kräftigen Schmorgericht passt hervorragend ein mittelkräftiger bis kräftiger Rotwein. Ein ungarischer Egri Bikavér (Erlauer Stierblut) wäre die authentische Wahl und würde die Aromen des Gulaschs perfekt ergänzen. Alternativ eignet sich auch ein österreichischer Zweigelt oder ein deutscher Spätburgunder mit etwas Reife. Diese Weine haben genügend Körper und Frucht, um mit den intensiven Paprika-Aromen mitzuhalten, ohne dabei zu dominant zu wirken. Für Nicht-Weintrinker empfiehlt sich ein dunkles Bier, etwa ein Märzen oder ein Dunkel, das mit seiner malzigen Süße einen schönen Kontrast zur würzigen Sauce bildet.

Zusätzliche Info

Der Gulasch hat seine Wurzeln im 9. Jahrhundert bei den ungarischen Hirten, die auf den weiten Ebenen der Puszta ihre Rinderherden hüteten. Das Wort ‚Gulasch‘ leitet sich vom ungarischen ‚gulyás‘ ab, was ‚Rinderhirt‘ bedeutet. Die ursprüngliche Version war ein einfacher Eintopf aus Rindfleisch, Zwiebeln und Paprika, der in großen Kesseln über offenem Feuer gekocht wurde. Die Verwendung von Paprika wurde erst im 18. Jahrhundert populär, nachdem das Gewürz aus Amerika nach Europa gelangt war. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene regionale Varianten: In Ungarn wird der Gulasch meist als Suppe serviert, während in Österreich und Deutschland die sämigere Variante als Hauptgericht bevorzugt wird. Der Trick mit der Zartbitterschokolade ist eine moderne Interpretation, die wahrscheinlich aus der gehobenen Gastronomie stammt und zeigt, wie traditionelle Rezepte kreativ weiterentwickelt werden können, ohne ihre Seele zu verlieren.

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